Wenn im Wohnzimmer ein neuer Bodenbelag verlegt werden soll, gilt es einige Punkte zu beachten. Denn dies ist der Raum, in dem wir uns die meiste Zeit aufhalten. Der folgende Text beschreibt die verschiedenen Beläge und listet die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Laminat- oder Parkettboden?

welchen-bodenbelag-im-wohnzimmer-verlegenBei Laminat besteht lediglich die letzte Schicht aus Holz, Parkett hingegen ist komplett aus diesem gefertigt. Dies spiegelt sich allerdings auch im Preis wieder. Laminat ist deutlich günstiger aber dafür auch nicht so robust und langlebig. Die edlere und hochwertigere Oberfläche des Parketts ermöglicht es, eventuelle Kratzer abzuschleifen. Es kann aus 50 verschiedenen Holzarten und dementsprechend auch vielen unterschiedlichen Qualitäten bestehen.

Laminatboden ist zwar widerstandsfähig, aber wenn ein Kratzer entsteht, kann dieser nicht wie beim Parkett abgeschliffen werden. Denn dadurch würde die sogenannte Dekorschicht zerstört und die Trägerschicht sichtbar werden. Zudem sollte eine Trittschallmatte verwendet werden. Bei einigen Laminaten ist diese Dämmung bereits angeklebt und muss daher nicht mehr vorverlegt werden. Das Material hat aber auch zahlreiche Vorteile. So eignen sich die meisten Laminate für Fußbodenheizungen und können im Vergleich zu Parkett sehr schnell verlegt werden. Zudem sind sie sehr pflegeleicht und können mit einem feuchten Tuch abgewischt oder einfach abgesaugt werden.

Bodenfliesen – robust und langlebig

Sehr häufig werden auch Fliesen als Bodenmaterial verwendet. Denn diese können ebenfalls sehr einfach mit einem Neutralreiniger und etwas Wasser gereinigt werden. Bei der passenden Pflege können Fliesen viele Jahrzehnte halten. Allerdings können sie auch vergleichsweise leicht beschädigt werden, wenn versehentlich ein schwerer Gegenstand fallen gelassen wird. In diesem Fall muss man allerdings nicht der ganze Bodenbelag ersetzen. So kann die betroffene Fliese einfach entfernt und gegen eine neue ausgetauscht werden. Allerdings müssen hierfür auch die passenden Ersatzfliesen vorhanden sein. Daher sollte bei dem Neuverfliesen ein kleiner Vorrat an nicht benötigten Exemplaren zur Seite gelegt werden.

Der Klassiker – der Teppichboden

Auch in der heutigen Zeit wird Teppich noch sehr häufig als Bodenbelag genutzt. Denn er ermöglicht eine ideale Schalldämmung, sorgt für warme Füße und bietet den Bewohnern ein gemütliches Ambiente. Und auch die Verlegung ist heute weitaus einfacher als früher. So muss Teppichboden nicht mehr aufwendig verklebt werden. Es reicht aus, ihn an sehr stark beanspruchten Stellen mit doppelseitigem Klebeband zu fixieren.

Und auch wenn Katzen oder Hunde in dem Haushalt leben, ist der Teppich die beste Wahl. Denn wenn diese spielen und durch die Wohnung rennen, haben sie auf diesem Bodenbelag den besten Halt. Grundsätzlich lässt sich Teppich sehr einfach reinigen. Wenn es sich allerdings um eine sehr helle Farbe handelt und dann zum Beispiel eine Tasse Kaffee verschüttet wird, muss eine aufwendige Teppichreinigung durchgeführt werden.

Vinylböden – glatt und pflegeleicht

Früher wurde der Vinylboden lediglich im gewerblichen Bereich verwendet. Heutzutage findet er aber auch immer häufiger den Weg in private Wohnbereiche. Er weist eine glatte Oberfläche auf und lässt sich daher ebenfalls sehr einfach reinigen. Zudem ist das Verlegen, ähnlich wie beim Laminat, schnell und unkompliziert erledigt. Allerdings ist das Material sehr dünn, sodass schwere Gegenstände den Boden eventuell beschädigen können.

Um im Wohnzimmer einen neuen Bodenbelag zu verlegen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Jede der oben beschriebenen Varianten hat seine ganz eigenen Vor- und auch Nachteile. Daher sollte individuell entschieden werden, welche für den jeweiligen Zweck am ehesten passt.