Holztreppen besitzen einen eigenen Charme. Allerdings zeigen sie im Laufe der Jahre Abnutzungserscheinungen. Für einen Abriss sind sie viel zu schade. Damit sie wieder der Blickfang in der Wohnung werden, muss man die Holztreppen renovieren.

Den Umfang der Renovierungsmaßnahmen bestimmen

alte-holztreppen-selber-sanierenSind die Treppen schon arg abgenutzt und die Vorderkanten hohl getreten, wird man sie verkleiden. Andernfalls reicht ein Ausbessern oder sie werden mit Stufenmatten versehen. Sind die Treppenstufen nur leicht abgenutzt, wird mit Hilfe einer Schleifmaschine die alte Versiegelung entfernt.

Beschädigungen werden ausgebessert

Die Ecken, die mit dem Kantenschleifer nicht erfasst wurden, werden manuell mit der Ziehklinge und anschließend mit grobem Schleifpapier nachgearbeitet. Danach erfolgen zwei weitere Schleifdurchgänge, zunächst wird dabei eine 40iger Körnung, anschließend eine 80iger Körnung verwendet. Zwischendurch wird der Staub immer wieder abgesaugt. Beschädigungen am Holz lassen sich mit Hilfe von Fugenkitt ausbessern.

Knarrende Treppendielen werden mit Holzkeilen fixiert

Bei der Treppensanierung werden knarrende Dielen und Podeste mit kleinen Holzkeilen fixiert, indem sie in die Zwischenräume geschlagen werden. Übersehendes Holz wird abgeschnitten, dann schleift man die Stelle nach und füllt die Zwischenräume mit Fugenkitt. Hernach erfolgt der letzte Feinschliff mit 100er-Schleifpapier. Es ist sinnvoll zuerst eine Grundierung aufzutragen bevor eine mehrmalige Lackversiegelung vorgenommen wird. Für die Versiegelung eignet sich ein Treppen- oder Parkettlack am besten.

Doppelseitiges Klebeband bei Treppenverkleidung

alte-holztreppen-selber-sanieren-schritt-fuer-schrittSoll die beanspruchte Holztreppe mit Stufen aus Teppichboden ausgestattet werden, muss sie frei von altem Belag und Klebstoffen sein. Die Treppe wird anschließend abgesaugt. Zur Treppenverkleidung benötigt man ein Stanley-Teppichmesser und ein starkes, doppelseitiges Klebeband. Mit der Arbeit wird am oberen Treppenansatz begonnen.

Es wird von oben nach unten gearbeitet

Zuerst wird die oberste Setzstufe, anschließend die Trittstufe bis zu den Rändern mit dem Klebeband beklebt. Hernach ist die Stirnseite an der Reihe. In weiterer Folge werden die nächsten Setz- und Trittstufen diagonal überkreuzt beklebt. Ein Teppichstreifen wird zugeschnitten und zur Kontrolle auf eine Treppenstufe aufgelegt. Das Schutzpapier von dem Klebeband wird abgezogen und der zugeschnittene Teppichstreifen fest auf die Trittstufe gepresst. Überstehende Teile werden abgeschnitten. Mit der Setzstufe wird ebenso verfahren. Sind alle Teppiche verlegt werden sie noch einmal mit einer Anpressrolle festgedrückt. Es ist wichtig, dass der Teppichboden an den Tritt- und Setzstufen ordentlich angepresst wird, damit er festsitzt.

Stufen aus Teppichboden – frisches Gesicht für Holztreppen

Werden an einer alten Holztreppe Stufenmatten angebracht, muss sie vorher gereinigt und von allen Ablagerungen befreit werden. Bevor die Teppiche verlegt werden, sollte eine Temperatur von zirka 21 Grad Celsius vorhanden sein. Alle Rissen und Fugen werden mit einem Holzkitt versiegelt. Mit den Teppichen für die Stiege können Kratzspuren verdeckt werden.

Die Holztreppe wird nicht komplett verdeckt

Im Knick der Matten befindet sich ein doppelseitiger Klebestreifen und in der Rundung sitzt in der Regel noch ein zusätzlicher Klebepunkt. Die Stufenmatten werden in der Mitte der Treppe aufgeklebt und lassen sich auch jederzeit wieder abnehmen. Rechts und links der Lauflinie sieht man weiterhin das schöne Holz der alten Treppe.